Weltverein der Stimm- und Theaterärzte (CoMeT) sieht Sänger in Gefahr

Salzburger Nachrichten, 17.8.2013

Salzburger Nachrichten, 17.8.2013

Elisabeth Kulman hatte es mit Bezug auf die diesjährige Salzburger Falstaff-Produktion bereits im Dezember 2012 in der von ORF III produzierten und von Heinz Sichrovsky moderierten TV-Sendung „Erlesen“ offen ausgesprochen: Eine terminliche Disposition mit vier Vorstellungen innerhalb von fünf Tagen ist eine Gefahr für die künstlerische Qualität der Darbietung und sogar für die Stimmgesundheit der Sänger. Presse und Medien haben sich seither dieses Themas in vielfältiger Weise angenommen. Glücklicherweise ist es allen „Falstaff“-Beteiligten in Salzburg hervorragend gelungen, trotz der äußerst belastenden Termindichte exzellente Aufführungen auf die Bühne zu bringen. Doch die vor allem an Intendanz und Regie gerichtete Sorge Kulmans, die Stimmen der Sänger nicht durch Überbeanspruchung im Proben- und Aufführungsbetrieb zu gefährden und zu verschleißen, wurde am 16. August 2013 vom Weltverein der Stimm- und Theaterärzte und Stimm-Wissenschaftler, dem Collegium Medicorum Theatri (CoMeT), eindringlich untermauert. Unter dem Motto „Sänger in Gefahr – Der Vokalkünstler nur als Arbeitsmaterial und Regiemittel?“ nannten die versammelten Fachmediziner etliche unhaltbare Zustände und Bedingungen des gegenwärtigen Kunst- und Kulturbetriebs offen beim Namen und stellten sich ausdrücklich hinter die Forderung von „art but fair“, die Arbeitsbedingungen im Opernschaffen an den gesundheitlichen und künstlerischen Bedürfnissen der Sänger auszurichten.

Links:

Website CoMeT (Collegium Medicorum Theatri, Weltverein der Stimm- und Theaterärzte)

Artikel in den Salzburger Nachrichten (Spitzensänger fordern mehr Ruhezeiten)

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