Maximilian Norz

Max NorzIch heiße Maximilian, komme aus Rottenburg am Neckar und lebe seit 2010 in Berlin. Der Künstlerbranche fühle ich mich nahe, weil die Geige und Kammermusik über viele Jahre im Mittelpunkt meines Lebens standen, insbesondere als Geiger im Tübinger Kammerorchester. Noch heute musiziere ich – wenn auch von Jahr zu Jahr laienhafter – vom Sinfonieorchester bis zur Jamsession in den unterschiedlichsten Formationen. Zudem mache ich gerne Fotos und verbinde dabei die Kunst mit dem Journalismus. Meine Reportagen befassen sich meist mit sozialen Gruppen, die freiwillig oder unfreiwillig am Rande der Gesellschaft leben. So erzählt meine kommende Ausstellung in Tel Aviv beispielsweise die Geschichten illegaler, afrikanischer Einwanderer in Israel.

Hauptberuflich arbeite ich am Global Public Policy Institute in Berlin und engagiere mich nebenbei für Kulturprojekte. Zu den bisherigen Projekten zählen das Oikomusica Orchester in Tübingen, das „ensemble mini“ in Berlin und mehrere Kultur- und Entwicklungsprojekte des Goethe-Instituts. Am Global Public Policy Institute beschäftige ich mich mit Entwicklungspolitik, Humanitärer Hilfe und Private-Public Partnerships. Dabei motiviert mich, dass unsere Beratungs- und Forschungsprojekte einen kleinen Teil dazu beitragen, Lösungswege für Probleme unserer Zeit aufzuzeigen. art but fair hat dasselbe Potential.

Mich fasziniert vor allem, dass art but fair bisher alle Erwartungen übertrifft: Zuerst entsteht aus einer kleinen Facebook-Gruppe unerwartet der Schulterschluss tausender Künstler; dann tragen die Medien die Diskussion durch den ganzen deutschsprachigen Raum. Es liegt an uns, diesen Weg fortzusetzen, um art but fair die Möglichkeit zu geben, die Kunstbranche nachhaltig fairer zu gestalten und das Zusammenleben aller Beteiligten zu verbessern.

Durch meine Erfahrung in der Beratung, insbesondere für den Global Compact, sehe ich meine Aufgabe darin, die konzeptionellen und institutionellen Grundlagen mitzulegen, damit art but fair baldmöglichst ein Gütesiegel einführen kann, bei dem sich die teilnehmenden Institutionen und Personen freiwillig dazu verpflichten, ihr Wirtschaften an einigen grundlegenden Prinzipien auszurichten, die ein faires Miteinander in der Kunstbranche gewährleisten. In den folgenden Monaten werde ich zum Projekt beitragen, indem ich ein erstes Konzept für das Regelwerk eines Gütesiegels entwickle sowie einen Konsultationsprozess in die Wege leite, der Künstler, Kulturpolitiker, Kulturmanager und Experten zusammenbringt, um sich auf grundlegende Prinzipien zu einigen, diese auszuformulieren und ein Regelwerk für das Gütesiegel zu entwickeln.

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