Hungerstreik beendet. László Kocsis als neuer „art but fair“-Botschafter

Hungerstreik: Darmstadt weiterhin uneinsichtig

Der Kampf des hungerstreikenden Tänzers vor dem Staatstheater geht mit anderen Mitteln weiter

László Kocsis bricht den Hungerstreik aus gesundheitlichen Gründen ab, sein Kampf für sein Anliegen aber geht weiter

László Kocsis bricht den Hungerstreik aus gesundheitlichen Gründen ab, sein Kampf für sein Anliegen aber geht weiter

Drei volle Wochen – über 21 Tage – harrte der international bekannte Tänzer und Choreograph László Kocsis im Hungerstreik vor dem Staatstheater Darmstadt aus. Er machte aufmerksam auf die unverantwortlichen, gesundheitsgefährdenden Probenbedingungen unter Chefchoreographin Mei Hong Lin und ihrer Assistentin Christina Comtesse sowie auf die „deutlich spürbare Atmosphäre des Misstrauens und der Angst“ unter der Intendanz von John Dew und dem geschäftsführenden Direktor Jürgen Pelz. Bis heute konnte zwischen Theaterleitung und Tänzer kein Kompromiss erzielt werden. Erstere behauptete gegenüber „art but fair“ gar, dass sie nicht wisse, wieso Herr Kocsis überhaupt im Hungerstreik verharre. Auch ein Vermittlungsversuch des „art but fair“-Vorsitzenden Johannes Maria Schatz vor Ort am 16. April blieb erfolglos (zu den Hintergründen siehe Protokoll „David gegen Goliath“). Intendant John Dew sprach dabei von „Terrorismus“ vor seinem Haus.

Heute, Karfreitag, 18.4.2014, beendet László Kocsis seinen Streik, nicht aber seinen Kampf für die Sache. Ab sofort wird er neben Elisabeth Kulman als zweiter „art but fair“-Botschafter weiterkämpfen, zuständig für die Interessen der Tänzerinnen und Tänzer. Er betont: „Es war nie mein Ansinnen, den Ruf des Staatstheaters Darmstadt oder der dort arbeiteten MitarbeiterInnen zu beschädigen. Gerne hätte ich weiterhin im Hungerstreik verharrt, aber erste Anzeichen einer akuten Gesundheitsgefährdung nehme ich wahr und ernst. Ich habe mich deshalb entschlossen, mein wichtiges Anliegen künftig unter dem Dach von ‚art but fair‘ weiter zu verfolgen.“

„art but fair“ ist stolz darauf, einen solch aufrechten Kämpfer für Künstlerinteressen als Botschafter gewonnen zu haben

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