Weltstar Edita Gruberova kritisiert frustrierende Probensituation im internationalen Opernbetrieb

Edita Gruberova bei ihrem Liederabend am 23.7.2013 bei den Salzburger Festspielen © Silvia Lelli

Edita Gruberova bei ihrem Liederabend am 23.7.2013 bei den Salzburger Festspielen © Silvia Lelli

Opernsuperstar Edita Gruberova schließt sich der Initiative „art but fair“ an!

In ihrem exklusiv für die „art but fair“-Website verfassten Statement fordert die Primadonna assoluta mehr Rücksicht auf die Sensibilität der Sängerstimmen sowie kürzere, aber konzentriertere Probenarbeit an den internationalen Opernhäusern. Dadurch könnten Kosten eingespart werden, ohne auf die künstlerische Qualität verzichten zu müssen.

„Ich möchte mich auf der Webseite „art but fair“ zur Probensituation der internationalen Opernhäuser äußern.

Bei Neuproduktionen sind in den meisten europäischen Opernhäusern Probenzeiten von sechs Wochen angesetzt. Zu Beginn meiner Karriere und im weiteren Verlauf beliefen sich die Probenzeiten für Neuproduktionen auf drei bis dreieinhalb Wochen und es kam meistens zu exzellenten Ergebnissen. Die Regisseure hatten eine klare Vorstellung, und ihr Konzept konnte von allen mitwirkenden Sängern in der angesetzten Probenzeit umgesetzt werden. Die Dirigenten waren ab der ersten Probe anwesend und so konnten auch die Wünsche des Dirigenten während der szenischen Probenarbeit verwirklicht werden. Dadurch verliefen die anschließenden Orchesterproben ohne Verzögerungen.

Bei sechswöchigen Probenzeiten ist das Konzept des Regisseurs in den meisten Fällen nach zwei Wochen verwirklicht. Die anschließenden Proben sind für alle Mitwirkenden nur ermüdend. Die Dirigenten kommen in den meisten Fällen erst zu den Ensembleproben, und erst dann wird festgestellt, dass sich oftmals das szenische Konzept mit dem musikalischen nicht vereinbaren lässt. Nach einer vierwöchigen sehr anstrengenden szenischen Probenarbeit kommen dann musikalische Proben hinzu, bei denen erstmals der Dirigent anwesend ist. Bis zur Premiere sind alle Mitwirkenden müde und können die von sich selbst erwarteten Leistungen erst in den Folgevorstellungen nach der Premiere erbringen. Da alle Sänger von Beginn der Probenzeit anwesend sein müssen, muss auch der Dirigent, der wie auch der Regisseur Mitglied des künstlerischen Teams ist, anwesend sein.

Ein weiteres Problem ist die Gestaltung des Bühnendekors, der Kostüme und der Perücken.
Ich weigere mich, entstellende Kostüme oder Perücken zu tragen, und konnte meine Forderungen durchsetzten. Meine Kollegen wagten es nicht, sich gegen entstellende Kostüme und Perücken zu wehren, da sie befürchteten, aus der Produktion entlassen zu werden. Es ist Aufgabe des Kostümbildners, sich der physischen Gestalt eines Sängers anzupassen und Kostüme und Perücken so zu gestalten, dass der Sänger nicht entstellt und der Lächerlichkeit preisgegeben ist. Dies erzeugt zusätzlichen Druck.

Ich bin überzeugt, dass alle Sänger mit beruflicher Erfahrung ein szenisches und musikalisches Konzept auch mit einer vierwöchigen Probenzeit verwirklichen können. Somit würden die entstehenden Kosten, die während der Probenzeit für die Mitwirkenden anfallen, verringert, ebenfalls die Produktionskosten für die Opernhäuser.

Im letzten Jahrzehnt ist die Regie derart in den Vordergrund getreten, dass sie mit der musikalischen Seite der Werke nicht mehr in Einklang gebracht werden kann und oft gegen die Musik inszeniert wird. Für uns Sänger bedeutet das Stress und Frustration.

Edita Gruberova“

Salzburg, 25.7 2013

[Dieser Artikel wurde auch auf slowakisch übersetzt: http://www.operaslovakia.sk/news/operna-diva-edita-gruberova-sa-pripaja-k-iniciative-art-but-fair-/]

31 Thoughts on “Weltstar Edita Gruberova kritisiert frustrierende Probensituation im internationalen Opernbetrieb

  1. Eine ganz Große spricht ein wahres Wort!
    Einmal mehr: DANKE EDITA!

  2. Diese Situationen kann ich nur bestätigen. Vielen Dank. Was sich allerdings auch zunehmend als zermürbend herstellt, ist leider, relativ häufig werdende Konzeptlosigkeit bei Regisseuren. Da werden die vollen 6 Wochen an einer Produktion geprobt und danach weiß man nichts und fühlt sich aufgeschmissen und alleine gelassen.

  3. Vielen dank, Fr. Gruberovera. Den Opernwelt hat seinen Überblick verloren. Die Werte liegen alle beim Regisseuren und ihren „Konzepte“ statt beim die Sängern, die Komponisten und die Geschichten. Kein PROFI braucht 6 Wochen Probenzeit… Es ist idiotie PUR!

    Ich hatte die grösste Freude mit Ihnen zu singen in Opernhaus Zürich. Ich war der L’Intendente zu ihre Linda di Chamonix. Ihre umgang mit alle Beteiligte und ihre Arbeitsethik und Professionalismus hat mich tiefst beeindrückt.

    Ich bedanke mich für ihre schreiben und ich verbrete ihre Statement so weit ich es kann.

    Alles erdenkliche Güte und weiterhin viel Freude mit der Musik!
    Mit herzlichen Grüssen aus Köln,
    Mark Janicello

  4. Barbara Richter on Freitag, 26. Juli 2013 at 09:32 said:

    Hier scheint die Freude über eine Entäusserung des „Opernsuperstars“ grösser gewesen zu sein als die Fähigkeit, das Statement zu lesen, das da verfasst wurde: Opernsänger/innen sollen schöne Kostüme anhaben und in zwei Wochen gesagt bekommen, ob sie von links oder von rechts auf die Bühne kommen, das gab und gibt exzellente Ergebnisse. Aha.
    Kein Wort über gerechte und transparente Entlohnung im Opernbetrieb und übrigens auch kein Wort darüber, dass sie sich „der Initiative anschließen“ würde.

    • 100% d’acoord!!!

    • Christian Zurmacher on Freitag, 26. Juli 2013 at 22:34 said:

      Ja, den Eindruck habe ich auch.
      Dabei sind diese Äußerungen von Edita Gruberova seit Jahren bekannt. Nichts Neues. Sie scheint froh zu sein, mal wieder eine Plattform gefunden zu haben, ehe sie in der Vergessenheit versinkt.

      • karin pfaff on Dienstag, 6. August 2013 at 09:10 said:

        Ich finde Ihren Beitrag außerordentlich respektlos. Frau Gruberova braucht diese Art „Plattform“
        nicht. Sie wird auch nicht in “ Vergessenheit versinken“, da sie, wie Sie vielleicht übersehen haben, voll im Opernbetrieb steht und Tausende von Menschen in aller Welt live begeistert. Gott sei Dank ist diese außergewöhnliche Stimme auf Tonträgern festgehalten, so daß wir uns damit jeder Zeit das Leben verschönern können.
        Wenn Sie nur einen winzigen Teil der Disziplin, Einsatzfreude, Interpretation, Arbeitsfreude, des ständigen Hinterfragens und Überarbeitens hätten und dazu noch die Kraft besäßen, diese Eigenschaften über einen langen Zeitraum beizubehalten, dann können Sie sich glücklich schätzen, Herr Zurmacher.

  5. Weltstar Edita Gruberova spricht mir aus der Seele. Ich habe lange Zeit mit Künstlern gearbeitet und habe diesen Trend der langen Probenzeiten beobachten können. Als heutige Expertin für mehr Effizienz in Unternehmen, plädiere ich sehr dafür, Effizienz auch bei den Proben in den Opernhäusern wieder einkehren zu lassen. Meine voll Bewunderung gilt dem Weltstar Edita Gruberova und vielen Dank für ihre aufmunternden Worte, dass sich Opernhäuser wieder auf kürzere Probezeiten besinnen sollten. Es ist machbar, spart Zeit und Geld.

    • Jost von Harleßem on Freitag, 26. Juli 2013 at 11:21 said:

      Verzeihen Sie mir bitte Frau Luise Berrang,
      aber wenn ich den Wortlaut „Effizienz in Unternehme“n im Zusammenhang mit Kunst lese, wird mir leider schlichtweg speiübel. Wer Effizienz im Opernbetrieb will, feuert Angestellte, bezahlt „effizient“ und schließt Häuser wegen Ineffiziens. Das ist effizient. Aber nicht unbedingt fair. Bitte lassen sie ihre Effizienz in Unternehmen und untersuchen damit nicht ästhetische Produkte ohne direkten Wertschaffung. Danke sehr.

      • „Effizienz im Opernbetrieb“ klingt für mich bei E. Gruberova danach, dass sie schlichtweg keine Lust hat, länger als 3 Wochen zu probieren.
        Mit allem Respekt: eine Sängerin, die keine Lust auf Arbeiten hat, und nicht mehr neugierig ist auf neue Inspirationen, sondern nur Altes konservieren möchte, bis es in der Kammer der Langeweile erstarrt, sollte sich von der Bühne verabschieden, und nur noch Konzerte singen.

    • Christian Zurmacher on Freitag, 26. Juli 2013 at 22:36 said:

      „Effizienz“ im Zusammenhang mit künstlerischer Arbeit? Was machen Sie denn dann mit Sängern, die länger brauchen als andere? Werden die dann rausgeschmissen, weil sie nicht effizient arbeiten können? Es wird immer gruseliger.

  6. Marion Dimali on Freitag, 26. Juli 2013 at 10:17 said:

    Da muß ich mich zu meinem größten bedauern frau barbara richter anschließen. Wiederkehrendes regie/ausstattungsbashing bringt in der sache nicht weiter. Einizig, die forderung nach anwesenheit der dirigenten bei proben erscheint mir ebenso sinnvoll wie verständlich. Kürzere probenzeiten können wohl nicht der weisheit letzter schluß sein, da wir uns alle an das so häufig vorkommende „stehtheater“ früherer zeiten hoffentlich noch mit grauen erinnern. Die zeiten haben sich geändert und damit die anforderungen an sänger und ihre darstellung der jeweiligen figuren. Das ist meiner ansicht nach durchaus zu begrüßen. Aber darum gehts hier einfach nicht, das ist die völlig falsche auseinandersetzung, die von einzelnen sängern immer wieder aufs tapet gebracht wird zu welchem zweck ist mir unklar, verwässert das nur doch die wahren und wirklich wichtigen anliegen dieser initiative und macht sie am schluß unglaubwürdig! wir sollten uns hier wieder auf den grund von art but fair zurückbesinnen – gerechte entlohnung von künstlern unterschiedlichster provenienz und deren arbeit…!!!

  7. Rainer Burkhardt on Freitag, 26. Juli 2013 at 10:32 said:

    Mir ist leider unklar, wie hier Geld eingespart werden kann. Entweder die Künstler werden pauschal pro Produktion bezahlt, dann würde sich hier nichts ändern. Oder die Künstler werden nach Arbeitsaufwand bezahlt , dann müssten entsprechend mehr Projekte durchgeführt werden, damit die Künstler auf ihr Gehalt kommen.
    Dann würden aber die Kosten sogar steigen, denn es gibt ja Fixkosten pro Projekt, die nicht sinken, wenn das Projekt kürzer läuft.

  8. Markus Wessiack on Freitag, 26. Juli 2013 at 12:23 said:

    Ich finde es sehr schade, dass so viele Künstler nicht verstehen, worum es hier eigentlich geht. Nicht einmal so ein Weltstar. Ich liebe es, Frau Gruberowa auf der Bühne zu sehen und zu hören. Aber hier geht es nicht um Probezeiten, Regietheater ja oder nein, schöne Kostüme, etc. Sondern um wesentlich existentiellere Fragen. Zum Beispiel: Was können wir tun, damit die meisten Künstler von ihrem Beruf leben können? Oder wie können wir das Bedürfnis der Menschen nach Kunst und Kultur besser befriedigen, sodass unsere Kundschaft wieder wächst. (Im Moment ist es doch so, 10% der Bevölkerung gehen ins Theater (inklusive Oper), weitere 10 – 15% gehen ins Musical und andere seichte Unterhaltung. Der Rest hat mit uns nicht viel am Hut.) Solange wir für diese Fragen keine Antwort haben, wird sich an der Situation der Künstlerschaft nicht viel ändern. Unsere Lobby schwindet. Wenn wir es zum Beispiel nicht schaffen, die politische Kaste wieder in die Theater zu locken und sie mit echter, authentischer Theaterarbeit zu berühren, wird über kurz oder lang auch noch der letzte Rest politischen Willens verschwinden, unsere große und reichhaltige Theaterlandschaft zu erhalten.

  9. Endlich jehmand wagt auszuschpechen ist eine schande was heute zutage auf der Buhne als opernregie ertragen muss . Langsam soll aufhoren mit der Schrott

  10. Thank you to Ms. Gruberova for speaking out on this topic. This is exactly the type of information those of us who work with musicians need in order to help them with their careers. The more information you share, the better we can help to bring about needed changes.

  11. Christian Zurmacher on Freitag, 26. Juli 2013 at 22:47 said:

    In der Sache spricht Edita Gruberova vielen Sängern aus dem Herzen. Sie formuliert es nur sehr unglücklich, indem sie die Probenzeit von den nötigen 6 Wochen reduzieren will und ihr Leid auf Kostüme und Perücken reduziert. Es ist richtig, daß viele junge Sänger und Sängerinnen früh verheizt werden, da sie in kleinen Theatern beginnen, dort auch nicht auf die begabtesten Regisseure treffen, die von Stimmen keine Ahnung haben und nur ihre extravagante Inszenierung im Blick haben, um Karriere machen zu können.
    Es ist auch ein Problem des Machtverhältnisses, daß die Sänger nicht zu einem unbegabten Regisseur sagen können „Danke, das genügt“ und dieser dann ausgewechselt wird.
    Nur, prinzipiell das Regietheater zu verteufeln ist der falsche Weg.

  12. Christian Elsner on Samstag, 27. Juli 2013 at 12:55 said:

    Vielen herzlichen Dank für diese offene und soooooo treffende Schilderung des heutigen Opernalltags!

  13. Erich Konle on Sonntag, 28. Juli 2013 at 21:43 said:

    Bravo! Endlich spricht mal jemand aus gehobener Position aus, was die meisten denken und fühlen, sich aber Künstler an nicht so exponierter Stelle aber nicht trauen (können).
    Es ist zu wünschen, daß die Verantwortlichen der Opernhäuser endlich zur Vernunft kommen und wieder Theater für ihr Publikum machen – und nicht nur für die paar Rezensenten, die ihnen wichtiger sind. Sonst bleibt zu befürchten, daß die Politik aufgrund der Nicht-Akzeptanz durch das Publikum weitere Häuser und Sparten aus Kostengründen schließt und der Kultur somit weiter das unredliche Grab bereitet!

  14. Jürgen Thétard on Montag, 29. Juli 2013 at 09:51 said:

    Ich kann mich den Worten von Frau Gruberova nur anschließen, wie zumindest indirekt wohl viele der vorherigen Kommentatoren. Befremdlich finde ich nur, dass einige, wie z.B. ein gewisser Herr Zurmacher das Thema verfehlen, in dem er meint, dass die Gruberova nur eine „Plattform“ sucht, um mal wieder von sich hören zu lassen. Scheinbar scheint besagter Herr nicht zu verfolgen, dass diese Künstlerin international wohl „immernoch“ eine riesige Fangemeinde hat, die glücklich ist, dass so ein Ausnahmetalent auch mit 67 Jahren nach wie vor über so eine stupende Technik verfügt und über weite Strecken immer noch so einen Wohlklang und so ein enormes Ausdrucksvermögen in der Kehle hat, dass es den Zuhörer bei Liveauftritten schlichtweg umhaut. Im Vergleich mit vielen wesentlich jüngeren Sängerinnen des gleichen Faches ein wirklich beachtliches Können. Daher finde ich es geradezu rührend und umsichtig, dass sich Frau Gruberova in der Zielgeraden ihrer Karriere Gedanken macht über den Opernbetrieb und die Kollegen, die ihr nachfolgen. Ihr Statement womöglich als Begründung für ihr eigenes Vorgehen in den letzten Jahren ihrer Karriere zu disqualifizieren halte ich für unangemessen und fragwürdig. Wahrscheinlich hat Herr Zurmacher noch nie miterleben dürfen, wie Frau Gruberova bei einem konzertanten Opernauftritt ohne Regieanweisung mit der Stimme, Miene und Gestik eine Opernfigur zum Leben erweckt. Bedauerlich für Ihn. Ein wahrer Fan wird sich über den freien Platz gefreut haben.

  15. Uwe Stengel on Montag, 29. Juli 2013 at 14:26 said:

    Barbara Richter hat bereits darauf hingewiesen: kein Wort darüber, dass „La Primadonna assoluta“ sich „der Initiative anschließen“ würde. Das wäre aus meiner Sicht auch nicht glaubwürdig. Denn in den „Goldenen Regeln“, der ersten und zentralen Errungenschaft der Initiative, geht es u.a. um ein „Klima gegenseitiger Wertschätzung und Achtung“ sowie die Selbstverpflichtung, „die eigene Position nicht zuungunsten Dritter auszunutzen“. Das gilt m.E. auch für Sänger in besonders exponierter Position gegenüber anderen künstlerischen Berufsständen. Insofern könnte man zu dem Schluss kommen, dass die als Künstlerin von mir außerordentlich geschätzte Frau G. sich nicht ganz konform zu den Regeln verhält, wenn sie ihre persönliche und selbstverständlich zu respektierende Kunstauffasssung zum allgemeinen Maßstab zumutbarer Produktionsbedingungen erhebt. Ihre vermutlich gute Absicht in allen Ehren; jeder, der den Opernbetrieb kennt, kennt auch Beispiele, die ihr Recht geben. Aber erstens sind auch Regisseure an die Probenzeiten gebunden, die ihnen nach allgemein üblichen und übrigens seit 20-30 Jahren weitgehend unveränderten Gepflogenheiten zur Verfügung gestellt werden; es liegt also (zum GLÜCK für manchen Sänger!) gar nicht in ihrer Macht, diese beliebig auszuweiten oder zu kürzen. Und zweitens sagt die bloße Dauer der Probenphase noch gar nichts darüber aus, wie anregend, ermüdend oder gar frustrierend die eigentliche Arbeit verläuft. Manches würde mit „harter Hand“ vielleicht sogar schneller gehen als wenn sich ein Regisseur Zeit nimmt, die Bedürfnisse der Sänger angemessen zu berücksichtigen. Nein, hier geht’s erkennbar lediglich um die Ablehnung bestimmter ästhetischer Entwicklungen im Musiktheater, und für die sicher lohnenswerte Diskussion darüber ist „art but fair“ einfach der falsche Rahmen.

  16. Das sind probleme !!
    Ich glaube, die subventionierung der theater ist falsch und bedarf dringend einer korrektur.
    Eigenverantwortliches arbeiten heißt, effizient arbeiten.
    Dann hätte sich diese diskussion erübrigt.

  17. Manuel Recaséns on Dienstag, 6. August 2013 at 15:34 said:

    ¡Gracias por hablar claro, Edita! Todavía me emociono al recordar su Roberto Devereux en Madrid este año con Bros, Stoyanov y Ganassi. Me quedé dos semanas sin voz, y cuando bajé a saludarla al camerino, me dijo que a su pesar no tenía pensado volver a Madrid. La función fue en versión concierto y es fácil adivinar el porqué: el Teatro Real está dirigido por el típico progre que odia la belleza y sobre todo que no soporta que los demás disfrutemos con ella; así que mucha suerte y larga vida. Edita, e intentaremos coincidir con usted en cualquier otro teatro que no se avergüence de presentar a uno de los genios de todos los tiempos todavía en activo y en plena forma. Gracias, gracias y gracias.

  18. Engel Karl on Mittwoch, 7. August 2013 at 18:29 said:

    Bravo Editka! Dies müsste als Pflichtlektür jeden Tag 100 – mal in jedem Opernhaus der Welt den zuständigen Verantwortlichen vorgelesen werden, damit sie endlich aufwachen! Regie darf nicht gegen Musik und Libretto agieren, die Kostümentwürfe und Perücken müssen die Vorteile eines Sängers unterstützen und nicht umgekehrt. Es gibt schon ganze Generationen, die die Werke, so wie die Komponisten sie geschrieben haben, nicht mehr kennen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Die bösartigen und missgünstigen Kommentare, die fachlich drittklassig sind, muss man nicht in Betracht nehmen. Es lebe die Bravour einer Sängerin, die fachlich und sicher auch menschlich eine Extra-Grösse darstellt. Bravo Editka!

  19. Liebe Freunde,

    kommt zum Oper im Berg Festival nach Salzburg. Hier ist der Regisseur selbst Sänger und alle fühlen sich wohl dabei. Musik und Gesang stehen hierbei im Vordergrund und die Inszenierung ist unterstützend im Sinne der Schöpfer platziert.
    Wir freuen uns über jeden Besucher sowohl bei den Vorstellungen als auch auf unserer Website.

  20. Peter Hofmann on Sonntag, 1. September 2013 at 05:24 said:

    „Ein weiteres Problem ist die Gestaltung des Bühnendekors, der Kostüme und der Perücken.
    Ich weigere mich, entstellende Kostüme oder Perücken zu tragen, und konnte meine Forderungen durchsetzten. “

    Das ist höchst unprofessionell und lächerliches Divengehabe.
    Frau Gruberova erinnert mich an Bianca Castafiore. Solche „Künstler“ sind tödlich für Fantasie und Kreativität – die Grundpfeiler des Theaters… Gruselig, das so was dermaßen viele Unterstützer findet.

    Zum Thema: Das Problem sind auch nicht die Gagen, sonder das es „Künstler“ gibt, die für solche Gagen arbeiten! Hauptsache auf der Bühne stehen und onanieren…

  21. Sehr geehrte Elisabeth Kulman,
    cool, endlich wird mal Klartext gesprochen.Sie haben unsere ganz Solidarität, auch wir kämpfen im Jazz für die selben Inhalte!

    Wolfgang Dauner, Randi Bubat

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