Modelle – Best Practice – Vorbilder

Hier ist eine Liste von spannenden Best Practice-Modellen, interessanten Initiativen, guten Plänen und großen Vorbildern, die uns bei der Arbeit für art but fair über den Weg gelaufen sind. Sie alle dienen dazu, die Arbeitsbedingungen in der Kunst zu verbessern. Manche sind aus anderen Ländern, manche aus anderen Branchen. Einige sind veraltet, einige zu modern. Machen Sie sich selbst ein Bild und lassen Sie sich inspirieren:

2016 – Die Dokumentation der Mitbestimmungs-Struktur am Gripstheater: Ein sehr lesenswertes, durchdachtes Best Practice-Beispiel zur Mitbestimmung am Theater. Wann sollte wieviel Mitbestimmung sein, wann nicht?

2015 Empfehlung Honoraruntergrenze Freie Darstellende Künste: Der Bundesverband Freie Darstellende Künste in Deutschland empfiehlt Mindestgagen für die Freie Szene. Ein Novum. Und ein großer politischer Erfolg, wie man hier nachlesen kann.

2015 – DOV-Mindeststandards für Orchestermusiker*innen in der Freien Szene:   Die Deutsche Orchestervereinigung, die Musikergewerkschaft an den Theatern, hat Mindeststandards für die Bezahlung von Orchestermusiker*innen in der Freien Szene definiert. Wir denken: das geht besser…

2014 – Turbo Pascal und Theater Freiburg: magazin_mitarbeiter_innenprojekt:  Freie Gruppe trifft auf Stadttheater und arbeitet mit allen Mitarbeiter*innen mehrere Monate an einem Partizipationsmodell. Sehr spannend.

2014 – BBK Leitlinie Ausstellungsvergütung – Der Berufsverband erarbeitet eine kluge Vergütungsstruktur als Ausstellungsvergütung für seine Bildenden Künstler*innen. Interessant ist die Abstufung der Honorare nach „finanzieller Potenz“ der Kulturinstitutionen.

2013 – BFFS Schauspieltarifvertrag – Der Bundesverband für Film- und Fernsehschauspieler entwickelt einen Tarifvertrag, der Vor- und Nachbereitungszeiten von Drehtagen mit berücksichtigt.

2012 – Gedanken von Norbert Reykers (ver.di-Fachgruppe Theater und Bühnen) zum Geltungsbereich des NV-Bühne:  Ist ein Beleuchter ein Künstler? Nein? Warum ist kann er dann als „überwiegend künstlerisch Tätiger“ einen (für ihn schlechten) NV-Bühne-Vertrag bekommen? Gedanken der „Konkurrenz“-Gewerkschaft ver.di über den GDBA-Vertrag NV-Bühne und Seinen Geltungsbereich.

2010 – Richtgagen für den freien darstellenden Bereich in Österreich: die IG Freie Theaterarbeit hat eine sehr fundierte Expertise für die Honorierung von Freier Theaterarbeit in Österreich herausgegeben. Hier ist sie.

2009 – Orchestertarife, Chorgagen der deutschen Stadt-, Staats- und Landestheater: Die Tarife sind in A- bis D-Häuser (je nach Größe des Orchesters) eingeteilt. Zusätzlich gibt es die Parameter „Betriebszugehörigkeit“ und „Tätigkeitszulage“. Wir finden die Liste sehr unübersichtlich. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Deutschen Bühnenverein. 🙂

2007 – Richtgagen und Richtlöhne im Freien Theater in der Schweiz: Der Berufsverband der Freien Theaterschaffenden, ACT, stellt als erster deutschsprachiger Verband eine offizielle Broschüre über Richtlöhne für Berufe im Freien Theater und Richtgagen für Aufführungen Freier Theaterproduktionen zusammen. Nicht nur die Zahlen sind interessant, sondern auch die Argumente der Schweizer Theaterschaffenden.

2006 – coming soon – consultation projekt dance rooms, eine Studie über ideale Arbeitsräume für den Freien Tanz:  Wie sehen ideale Tanzräume aus? Was brauchen sie? Eine Studie von Paul Gazzola.

2001 – Blick über den Teich: Vereinbarung zwischen der Metropolitan Opera und der Künstlergewerkschaft über Gagen, Probenzeiten, Arbeitsbedingungen:  Was reguliert man im Opernbereich in New York City? Überraschend viel…