Jahresrückblick 2015

Januar
13.01.: Sören Fenner, im Vorstand von art but fair Deutschland, leitet  die AG „Kultur und Arbeit“ über die Generation Y an der Bundesakademie in Wolfenbüttel zum Thema „Über die zukünftige Struktur von Kultureinrichtungen“.
23.01.: Die große art but fair Umfrage geht online. Was müssen wir unternehmen, damit faire Arbeitsbedingungen in der darstellenden Kunst und der Musik zu einer Selbstverständlichkeit werden?Zu dieser Frage wird von der Kulturpolitischen Gesellschaft unter Mitwirkung von art but fair und mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung eine Studie durchgeführt. Sie soll uns helfen unsere Selbstverpflichtung und das Gütesiegel weiterzuentwickeln.

Februar
01.02.: Die Abstimmung zur Goldenen Stechpalme 2014 geht online.
04.02.: art but fair zeigt sich besorgt über den massenhaften Einsatz von unbezahlten Volunteers beim bevorstehenden European Song Contest 2015 in Österreich. Briefwechsel zwischen der ORF-Sendeleitung und art but fair Vorstand, Johannes M. Schatz.

März
01.03.: „Politik und Kultur“, die Zeitung des Deutschen Kulturrats, widmet art but fair in ihrer Ausgabe März/April 2015 einen Schwerpunkt mit drei interessanten Artikeln über unsere Arbeit. Daniel Ris (im Vorstand von art but fair) beschäftigt sich mit der Leitfrage: „art AND fair – wie geht das?“; Maximilian Norz (Projektleiter der art but fair Umfrage) nimmt zur aktuellen Studie Stellung: „Verantwortung übernehmen – Kunst ja, aber bitte zu fairen Konditionen“
12.03.: „Work in Progress 2015“ von der Hamburg Kreativ Gesellschaft hat auf unserer Facebook-Partnerseite herumgestöbert und zwei Videos über die traurigsten und unverschämtesten Gagenerlebnisse erstellt. Sören Fenner und Daniel Ris vertreten art but fair bei dieser Veranstaltung auf Kampnagel. Daniel sitzt bei “Werte schaffen – Ein Abend über Wertschätzung, Wertschöpfung und Verwertung künstlerischer Arbeit“ auf dem Podium u.a. mit der Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler und Bischof Gerhard Ulrich. Sören diskutiert mit der Schauspielerin und Regisseurin Delia Gyger.
13.03.: „Stechpalme für Toshi?“ Von Nicole Bolz in Wuppertaler Rundschau: „Zu den Nominierten für die „Goldene Stechpalme“ gehören 2015 auch die Wuppertaler Bühnen. Die „Auszeichnung“ wird für die besonders unfaire Behandlung von Künstlern verliehen. Den Negativpreis vergibt der Verein „artbutfair“ bereits zum zweiten Mal. Die zweifelhafte Ehre, zu den neun Nominierten zu gehören, verdanken die Bühnen dabei maßgeblich Toshiyuki Kamioka. …“
21.03.: „Gefragt ist ein mutiger, unverklärter Blick“; Artikel in der „neue musikzeitung“, in dem die Hochschulgruppe von art but fair ihre Anliegen formuliert.
22.03.: Das Kernteam von art but fair kommt zu einem Strategie-Treffen in Berlin zusammen.
30.03.: Beinahe Viertausend Teilnehmer an der art but fair Studie. Die Umfrage der art but fair Studie, die im Auftrag des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft mit Unterstützung durch die Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt wurde, ist abgeschlossen. Es beginnt die Auswertung. 3.785 Teilnehmer und 2.658 vollständig ausgefüllte Umfragen sind ein großer Erfolg!

April
05.04.: Ein offener Brief an den AfD Kreisverband Trier erscheint von art but fair Vorstand, Johannes Maria Schatz, wegen deren Plakat „Schluss mit dem Theater“; die AfD entfernt daraufhin das Plakat von der Webseite. Auch die lokale Presse berichtet darüber: „Theater Trier: Nach Künstler Protest – AfD entfernt Grafik
14.04.: Unsere Mitgründerin, Elisabeth Kulman, verabschiedet sich vom Opernbetrieb. Sie selbst stellt klar: „Das Opernbusiness ist ein riesiger Betrieb, der kreative Spielraum des einzelnen relativ klein. Als Künstlerin geht es mir aber gerade um die eigene Kreativität, den persönlichen Ausdruck, die Individualität. Ich habe für mich persönlich herausgefunden, dass ich mein kreatives Potential am besten zur Entfaltung bringen kann, wenn ich nach meinen eigenen Regeln arbeiten kann und mich nicht fremden Strukturen unterordnen muss.“
17.04.: Bei ihrer Theaterreise trifft Kulturstaatsministerin Dr. Monika Grütters auf den Vorsitzenden von art but fair Deutschland, Johannes Maria Schatz, der in einem Impulsreferat die Arbeit der Initiative vorstellte. Begleitet wird sie von mehreren Mitarbeitern ihres Ministeriums, u.a. von ihrem Referatsleiter für Musik und Darstellende Künste, Herrn Martin Eifler, sowie anderen Gesprächspartnern wie etwa der Schauspieldirektorin des Hauses, Nicola Bramkamp, der Leiterin des Theatertreffens, Yvonne Büdenhölzer, Damaris Schmitz von Artefakt Kulturkonzepte, Michael Freundt vom International Theatre Institute und mehreren Kulturjournalisten. Es findet eine angeregte und kontroverse Diskussion statt.
25.04.: Daniel Ris ist als Vertreter von art but fair in Berlin bei der Kulturpolitischen Jahrestagung der Friedrich Ebert Stiftung auf dem Podium. Im Forum 1 “Künstlerleben-Lebenskünstler” stehen die folgenden Fragen auf der Tagesordnung: Wie haben sich die Ausbildungs-, Arbeits- und Lebensbedingungen von Künstlerinnen und Künstlern in den letzten Jahren verändert? Welche Produktions- und Verwertungsbedingungen finden sie heutzutage vor?

Mai
01.05.: ‪‎Arme Poeten‬ auf WDR 5; Andrej Klahn fragt am Tag der Arbeit wie KünstlerInnen ihre Kunst finanzieren und war auch zu Besuch beim Vorsitzenden von art but fair Deutschland, Johannes Maria Schatz.
11.05.: Der Vorsitzende von art but fair Deutschland ist ebenfalls zu Gast auf der 8. ‪Arbeitsmarktkonferenz‬ Medien und Kultur in Köln. Er nimmt teil am Forum 4: „Zwischen Mindestlohn und Tantiemen: neue Entgelt- und Lohnmodelle?“ Für die einen ist der Mindestlohn eine entscheidende sozialpolitische Errungenschaft. Die anderen fürchten um die Existenz von Kultur- und Medienprojekten. In der Praxis haben sich eine Fülle von Honorar- und Entgeltmodellen entwickelt.
14.05.: „Künstler lesen viel zu viel Bullerbü“; Nachlese zur 8. Arbeitsmarktkonferenz Medien und Kultur von Johannes Maria Schatz.
15.05.: Christian Sist, art but fair Botschafter für den Bereich Oper und Konzert, stellt unsere Arbeit beim Kunstkongress Kunstflug in Mannheim vor. Der Kongress verhandelt unter anderem das Thema “Kunst zwischen Konsum und Diskurs”.
16.05.: Daniel Ris ist als Referent bei der Veranstaltung “Angst essen Theater auf” beim Theatertreffen in Berlin zu Gast. Im Anschluss daran verfasst er einen Artikel, der sich mit der ganz realen Gefahr für unsere Theater beschäftigt.

Juni
02.06.: „In der Spirale des Gagen-Dumpings“, Deutschlandradio Kultur veröffentlicht einen Artikel von Daniel Ris. KOMMENTAR von Sören Fenner zur Erhöhung der ‪Mindestgage‬
06.06.: Johannes Maria Schatz kommentiert den Umgang mit KünstlerInnen auf dem Evangelischen Kirchentag kritisch.
11.06.: Sören Fenner diskutiert in Berlin auf einem Symposium des Kulturforums der Rosa-Luxemburg-Stiftung zum Thema „Wie widerspenstig ist die Kunst?“. Er berichtet von einer Diskussion auf hohem Niveau. Es wird deutlich, dass die Politik Ansprechpartner und Kommunikatoren innerhalb der Kulturszene braucht. Bestes Beispiel: Christophe Knoch von der „Koalition der Freien“ in Berlin, der es mit seinem Einsatz tatsächlich geschafft hat, Millionen aus der City Tax in die Freie Szene zu lenken. Außerdem sollten sich KünstlerInnen stärker über ihre Arbeitsbedingungen und über ihre Rolle in der Gesellschaft stärker austauschen, damit sie eine eigene Arbeitsethik entwickeln können.

Juli
03.07.: Ein Interview mit Sören Fenner erscheint in „Kirche, Wirtschaft und Arbeitswelt“ (3/2015) mit dem Titel: „Mehr als nur Applaus“.
09.07.: Es findet die letzte Arbeitssitzung bei der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf bzgl. der „art but fair Studie“ statt. In der Studie werden die von art but fair seit 2013 öffentlich gemachten Missstände in der darstellenden Kunst & Musik untersucht, die Einflussmöglichkeiten der jeweiligen Akteure und die Instrumente zur Beilegung der Missstände. Dazu wurde die bereits vorhandene Fachliteratur gesichtet, 22 Experten-Interviews geführt und eine Online-Umfrage mit 2.658 Teilnehmern ausgewertet.
30.07.: Angelika Wild, Vorstand von art but fair Österreich, spricht in oe1 über die Armutsfalle des Musikerberufes.

August
07.08.: Elisabeth Kulman setzt ihren Einsatz gegen prekäre Verhältnisse weiter fort. Der Artikel „Ich bin leider schlecht im Bravsein“ erscheint in den Salzburger Nachrichten
19.08.: Chris Murray spricht sich überaus positiv über art but fair aus in dem Artikel „Vom Applaus kann man seine Miete nicht bezahlen“; leider ist das Interview derzeit nicht mehr online zu finden (damals auf: kulturfeder – Das Onlinemagazin für Kultur von Dominik Lapp)
30.08.: Christian Sist wendet sich wegen der geplanten Theaterstrukturreform in Thüringen mit einem offenen Brief an Minister Prof. Dr. Hoff.
31.08.: Daniel Ris veröffentlicht den Artikel „Grütters‘ Theaterpreis – das falsche Signal“ auf Theapolis.
September
01.09.: Es erscheint ein Interview mit Johannes Maria Schatz mit dem Titel “Keine Kunst auf dem Rücken der Künstler” in der Kölner Stadtrevue.
06.09.: Christian Sist veröffentlicht im Opernmagazin einen Artikel “Die Budgetlüge und andere Unsittlichkeiten – Ein Widerspruch”.
16.09.: Daniel Ris nimmt in einem Radio-Feature von WDR 5 Stellung zum Thema „Bühnensklaven – Verbesserungswürdige Arbeitsbedingungen am Theater“.
26.09.: Johannes Maria Schatz, stellt bei der internationalen D-A-CH-Tagung des Deutschen Tonkünstler Verbandes zum Thema „Freischaffende Musiker und Solisten im Spannungsfeld zwischen Berufung und Existenz“ erste Erkenntnisse der art but fair Studie im Kloster Banz vor, u.a. die Akteure mit Einfluss auf die Arbeitsbedingungen und Gagen, die identifizierten Missstände und schließlich Instrumente zu deren Abschaffung.
30.09.: Im Freien Werkstatt Theater Köln findet eine Podiumsdiskussion im Rahmen des WDR 3 Kulturpolitischen Forums statt. Thema:  „Künstlergagen in Zeiten des Mindestlohns“. Johannes Maria Schatz diskutiert u.a. mit Rolf Bolwin (Deutscher Bühnenverein), Adil Laraki (Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger) und Mandy-Marie Mahrenholz (Schauspielerin).

Oktober
04.10.: Die Verleihung der Goldenen Stechpalme 2014, dem Preis für das traurigste und unverschämteste Vorkommnis in der Darstellenden Kunst und Musik, an Miga Entertainment und seinen verantwortlichen Geschäftsführer Michael Thinnes findet in diesem Jahr in Trier statt. Im Anschluss an die Verleihung diskutiert Daniel Ris und Christian Sist mit den Gästen.
05.10.: In Leipzig laden Die Fraktion DIE LINKE im Leipziger Stadtrat und die Rosa-Luxemburg-Stiftung  zur Podiumsdiskussion im Theater der Jungen Welt „Spiele ohne Brot? Wie sind faire Künstlerbezahlungen möglich?“ ein. Auf dem Podium sitzen für art but fair Johannes Maria Schatz, aber auch der Intendant der Oper Leipzig, Prof. Ulf Schirmer.
15.-17.10.: Sören Fenner und Johannes Maria Schatz nehmen an verschiedenen Workshops beim bundesweiten und internationalen Fachkongress „Vielfalt gestalten – frei und fair arbeiten“ des Bundesverbandes freie darstellenden Künste in Hamburg teil. Sören Fenner moderiert den Workshop „Let’s talk about money“ und Johannes Maria Schatz diskutiert in dem Workshop „Mindestlohn und andere Herausforderungen für Veranstalter“.
18.10.: Die art but fair Mitgliederversammlung 2015 findet diesmal in Hamburg statt. Johannes Maria Schatz, Sören Fenner und Daniel Ris werden in den deutschen Vorstand gewählt. Julia Schiwowa muss aus privaten Gründen nach zwei Jahren erfolgreicher Arbeit leider aus dem Vorstand ausscheiden, leitet aber noch immer art but fair in der Schweiz.
25.10.: Mandy-Marie Mahrenholz, Gründungsmitglied von art but fair, stellt den neuen Blog „Künstlerleben“ online und erzählt darin von dem ganz normalen Wahnsinn des KünstlerInnendaseins.

November
01.11.: In der Neuen Westfälischen erscheint der Artikel „Initiative macht auf schlechte Bezahlung für Künstler aufmerksam“.
20.11.: Die „art but fair Studie“ liegt in der Endfassung vor und wird ein letztes mal grammatikalisch und stilistisch für die Publikation aufbereitet.

Dezember
04.06.: Johannes Maria Schatz stellt sich den Fragen auf der Konferenz für Musikmanagement zum Thema „Musicaldarsteller am Fließband – Wo bleibt die Professionalität?“ in Neunkirchen. Hier ein Bericht von Thomas Achenbach dazu.
08.12.: Der offene Brief an den Kreisverband der Linken, Apolda/Weimar von art but fair Botschafter Christian Sist zur aktuellen Situation bezüglich der geplanten Strukturreform Orchester/Theater in Thüringen wird veröffentlicht.
14.12.: Christian Sist nimmt für art but fair an der Veranstaltung „Kein halbes DNT“ in Weimar teil.
27.12.: Daniel Ris setzt sich in dem rbb Abendschaubericht „Gerechte Kunst: art but fair“ für angemessenere Bezahlung ein.

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